Persönlicher Geschmack vs. Markenpräsenz in den sozialen Medien

Nicole Jasmin Werhausen

Bevor man sich dem Thema Instagram annimmt sollte man sich eine Frage sehr bewusst stellen: Was möchte ich mit dem Kanal erreichen?
Was möchte ich zeigen? Was möchte ich nicht zeigen? Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen? Und, und, und…

Grundsätzlich muss man sich zwischen folgenden drei Account „Arten“ entscheiden:

1. Persönliches Hobby

2. Unternehmensmarke

3. Personal Brand

Jede dieser Kategorien hat Vor- und Nachteile – Dos & Donts – welche ich euch hier vorstellen werde.

Starten wir mit der Kategorie „Privates Hobby“: Möchte man den Account privat nutzen, zeige ich wie ich bin. Mit meinem persönlichen Geschmack, meinem Alltag, meinen Ideen und meinem Privatleben. Ich kann meine Familie, meine Haustiere und mein Zuhause präsentieren. Kurz um: ein privater Account, der auch als solcher gedacht ist, kann völlig individuell gehandhabt werden. Hier entscheidet ihr für euch alleine, was die Welt zu sehen bekommt.

Schauen wir uns allerdings die nächste Kategorie „Unternehmensmarke“ an, wendet sich das Blatt. Möchte man den Instagram Account für berufliche Zwecke verwenden, ist dieses Bestreben automatisch an eine (Unternehmens-)Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung und damit auch an eine bestimmte Zielgruppe geknüpft. Hier muss man sich sehr bewusst machen, dass der persönliche (individuelle) Geschmack, nicht mit der Präsentation und dem Auftritt des Unternehmens in den sozialen Medien übereinstimmen muss. Der Look muss das Unternehmen repräsentieren und die Zielgruppe ansprechen.

Um hier den richtigen Rahmen aufzustellen ist es sinnvoll, sich vor dem Start mit dem Zielbild des Unternehmens in den sozialen Medien zu beschäftigen.
Dies umfasst die Definition der Zielgruppe, die Art und Weise der Positionierung und der Darstellung im Netz, ein formulierter Qualitätsanspruch (dazu gleich mehr) und die zu vermittelnde Botschaft, ebenso wie das Alleinstellungsmerkmal.

Wird so ein Zielbild professionell erarbeitet, leiten sich daraus der look & feel für die gesamte Marke ab. Es bestimmt also den kompletten Auftritt: Bildwelt, Tonalität Schriftart(en), Farben, Slogans, Keyvisuals, verwendbare Formate, Auswahl der Kanäle, usw. Basieren all diese Elemente auf einer Grundlage, entsteht automatisch ein professioneller und seriöser Eindruck. Die Qualität wird durch das Zielbild und (im besten Fall) von einem CI-Guide (Corporate Identity Guide) gewährleistet. Jeder Post und jede Story sollten dementsprechend gestaltet und geprüft werden.

Noch einmal wichtig zu betonen ist: Persönlicher Geschmack darf hier keine direkte Rolle spielen. An einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung hängen bestimmte Erwartungen der Zielgruppe und genau diese müssen getroffen und abgeholt werden.

Kategorie drei: „Personal Brand“: Hier liegt der Fokus auf der Person, allerdings, im Gegensatz zum persönlichen Account, sprechen wir hier von einer Brand – einer Marke, welcher von der sich darstellenden Person vertreten wird. Als Beispiel können Sie sich dazu Nicole Jasmin Werhausen anschauen – hier wird über eine Person eine Personal Brand vermarktet.
Trotzdem ähnelt diese Kategorie etwas der Ersten. Auch hier sollte es persönlich werden. Die eigene Persönlichkeit und Nahbarkeit darf sichtbar werden, ebenso wie persönliche

Interessen, damit die Zielgruppe sich abgeholt fühlt und sich mit der Person der Personal Brand identifizieren kann. Allerdings sollte jeder Post der Botschaft des Kanals dienlich sein. Und besonders: die Inhalte sollten der Botschaft nicht entgegenstehen. Es gilt also auch hier zu unterscheiden, was ist für mein Ziel/ meine Botschaft/ meine Marke zuträglich und was nicht.

Um einen professionellen Auftritt in den sozialen Medien, Kontinuität, gleichbleibende Qualität und regelmäßige Pflege zu gewährleisten, sollte man sich externe Unterstützung dazu holen. So bleibt der Erfolg der Accounts unabhängig von terminreichen Zeiten, Urlauben, Familie und Stimmungen.

Hoffentlich konnten ein paar Fragen geklärt werden. Falls Ihr Beratung oder Unterstützung benötigt, dann meldet euch gerne via Mail an die info@konato.de!

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Nicole Jasmin Werhausen

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