Praxis voll – Konto leer?

Anja Heene

Als Unternehmensberaterin für Heilberufe bin ich immer häufiger mit Liquiditätsthemen konfrontiert. Ich analysiere Praxen und deren Zahlen immer häufiger hinsichtlich von Kosteneinsparungspotentialen als mit Blick auf Investitionen und Wachstum.

Kennen Sie das Gefühl, dass es nie reicht? Sie arbeiten von Licht bis Licht, kümmern sich um alle Belange der Praxis, der Mitarbeiter, organisieren auf der Nebenspur das gesamte Familienleben, erziehen Kinder, pflegen Freundschaften und unterstützen bei Schul- und Sportereignisse. Nur das liebe Geld … Sie verstehen einfach nicht, warum sich die vielen Behandlungsstunden, die Ihnen alles abverlangen, nicht auf dem Konto widerspiegeln? Gehaltserhöhungen für alle Mitarbeiter, aber bei Ihnen … Und Sie wünschten, dass zumindest der Kontokorrent nicht notwendig wäre, die Nachzahlung endlich das Konto erreicht?

„Es gibt im Leben nur zwei Sünden: Zu Wünschen ohne zu Handeln oder zu Handeln ohne Ziel.“ (Ayn Rand)

Finden Sie die Ursachen! Im Grundsatz ist die Lösung – zumindest rechnerisch – simpel:

Der Gewinn der Praxis reicht nicht aus, um die privaten Kosten zu decken. Stellt sich die entscheidende Frage, ob der erwirtschaftete Überschuss der Praxis im Vergleich zu den bestehenden Möglichkeiten zu gering ist oder ob ihre privaten Ausgaben so hoch sind, dass der gute Praxisüberschuss nicht ausreicht.

Was tun? Zahlen checken, Resilienz stärken und! Seien Sie lösungsorientiert:

  1. Wie viel Netto-Einkommen benötige ich?

    Denken Sie an Tilgungen und das Versorgungswerk! Berücksichtigen Sie alle festen monatlichen privaten Ausgaben. Seien Sie ehrlich bei den variablen Ausgaben (Urlaub, Handtaschen, Schuhe)

  2. Steuern für dieses Einkommen zurechnen!

    daraus folgt …

  3. Notwendiger Praxisgewinn

    Und? Passt das zu Ihrer BWA? Können Sie sie lesen?

  4. Handeln! Let’s so!

    Wie kann der Praxisgewinn erhöht werden oder wie können Privatausgaben (vorübergehend) gesenkt werden?

    Kennen Sie den Honorarumsatz pro Stunde ihrer Praxis? Entspricht dieser dem notwendigen Honorarumsatz pro Stunde, der auch IHR Einkommen berücksichtigt? Werden alle Potenziale ausgeschöpft?

  5. Und dann?

    Liquidität steuern! Optimieren Sie ihre Zahlungsströme.

  6. Endlich Zeit für Prosecco 
„Träume dir dein Leben schön und mach aus diesen Träumen eine Realität.“
Marie Curie